Die Casekower, hier Bewohner des Dorfes Blumberg, haben ja ein paar Probleme. Wie auf dieser Webseite schon das eine oder andere Mal berichtet, gibt es Streitigkeiten mit dem geplanten Funkmast für den behördlichen Digitalfunk. Ein Vertreter der Gegner des Digitalfunkmastes hat sich nun endlich mal öffentlich zu Wort gemeldet. Es handelt sich dabei um Herrn v. der Osten einen Bewohner des Dorfes Blumberg in der Gemeinde Casekow.
Nun kann man endlich einmal seine Argumente auch schriftlich nachlesen. Auf dem Webblog Die Freie Welt hat Her v. der Osten recht anschaulich dargestellt, was ihn bei dem Thema bewegt. Ich selber habe ja auf diesem Blog hier ja nun auch schon ein paar Meldungen zum Thema Digitalfunkmast in Blumberg veröffentlicht und in den Meinungsäußerungen dazu Stellung bezogen. Von den Gegnern des Mastes hat man indes wenig gehört. Okay die Medien in Form des RBB haben sich ja auch schon einmal dem Thema angenommen (Video davon ist hier auf der Seite verfügbar) wohl aber nicht mit dem Erfolg den sich die Initiatoren des Wiederstandes gegen den Digitalfunkmast erhofft haben. Das ist aber reine Spekulation von mir.
Nun aber zurück kommend auf den Blogbeitrag von Herr v. der Osten.In seinem Beitrag führt er Punkt für Punkt Dinge auf die gegen den Standort des Mastes sprechen. Zumindest von seiner Warte her. Ich selber habe beim Reinen lesen des Artikel das Gefühl bekommen Blumberg ist das Dorf in der Gemeinde Casekow. Aber und so interpretiere ich das Ganze, da hat jemand durch die rosa Brille geschaut. Denn Blumberg hat unbestritten eine schöne Kirche und nebenbei auch den Pfarrsprengel Blumberg in seiner Dorfmitte. Aber das war es dann auch. Solche Kirchen findet man aber auch in jedem anderen Dorf in der Gemeinde Casekow und speziell in der ländlichen Region der Uckermark. Aber und hier gebe ich Herrn v. der Osten Rechtes gilt solche Standorte zu erhalten und einen geeigneten Weg zu finden das Dorfbilder nicht zu sehr zu verschandeln.
Auszug aus dem Onlineartikel: Der Polizei geht es um ein wichtiges Anliegen: Die Errichtung eines digitalen Funkbetriebes mittels eines wabenförmig ausgelegten Netzes. In Brandenburg sollen ca. 170 der hohen Mäste stehen. Die bundesweite Einführung des Digitalfunks für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste soll das bestehende Analogfunknetz ablösen. Geplant wird das weltweit größte Digitalfunknetz. Das neue System wird keine Wunder bewirken können. Es hat sich bereits dort, wo es zum Einsatz kam, als anfällig erwiesen. Hinzu kommt, dass auch dieses Netz auf das Festnetz von Drittanbietern andockt, die wiederum mehr oder weniger anfällig sind, so wie jedes digitale Funknetz, insbesondere wenn mehrere Teilnehmer zusammen geschaltet werden sollen, wie im Katastrophenfall.
Quelle: Die Freie Welt
Jedoch, der geplante Standort des Funkmast, ist weit außerhalb des des Dorfkerns. Von daher drängt sich immer wieder der Verdacht auf das es einfach nur darum geht das die Familie v. der Osten und ein Teil der Dorfbewohner den Mast einfach nicht möchten. Dazu passen auch Aussagen, dass nicht einmal das Interesse an dem Angebot bestand die Planungsunterlagen einzusehen. Da bekomme ich persönlich den Eindruck das eben die persönlichen Interessen, hinter denen der Gemeinschaft versteckt werden.
Nun noch einmal zu dem Sinn und Zweck des Digitalfunkmast. Es ist so das Deutschland, als eines der letzten Länder in Europa den Schritt von analoger Funktechnik zur digitalen Funktechnik beschreitet. Das Ganze ist ein enormer Finanzaufwand, den die Bundesrepublik und die einzelnen Bundesländer stemmen. Aber, als Betroffener (Angehöriger der Bundespolizei) kann ich nur sagen, dass es langsam Zeit wird. In Zeiten von UMTS und DSL funken wir auf dem Lande noch mit analogen Funkgeräten der Marke Bosch umher. Absolut nicht mehr zeitgemäß und zweckmäßig ist das Ganze. Aber von dem Funknetz werden eben nicht nur die Polizeien etwas haben. Gleichwohl werden die Feuerwehren und andre Behörden mit Sicherheitsaufgaben (Rettungsdienste) von dem neuen Funknetz profitieren. Das sollte man bei der Argumentation auch nicht vergessen. In der ersten Ausbaustufe des Netzes wird auch erst einmal nur das Grundnetz gebaut. Das Ganze ist, wie auch bei den privaten Handynetzen, ausbau fähig. Und wenn z.b. der Notarzt irgendwann mal bei einem Einsatz in Blumberg dem weiter behandelten Arzt im Klinikum Schwedt die ersten Befunde per SMS oder MMS über das digitale Funknetz schicken kann dann wird dem Kranken auch schneller und besser geholfen werden können.
Herr v. der Osten führt in seinem Artikel auch an das man ja eventuell bestehende Möglichkeiten, hier wahrscheinlich den Mast zwischenCasekow und Luckow nutzen könne. Das ist leider nicht der Fall. Denn für den Aufbau der Funkstationen dürfen diese nicht oder nur mit gewissen Auflagen genutzt werden. Bei der Planung des Digitalfunkgab es Bemühungen der Planer nur öffentliche und im Besitz des Bundes oder Landes Immobilien zu nutzen. Damit sieht es leider in unserer Region echt schlecht aus. Und auch die Standorte auf Privatbesitz sind nicht so einfach zulässig.
Es ist mit Sicherheit in pro und kontra was für Blumberg steht. Aber ich persönlich bin, da der Meinung das man einen Kampf im Stil von Don Quijote führt. Bekannter Maßen flammten die Proteste ja nach einem Zeitungsartikel der MOZ wieder auf.


Toll wär´s wenn Herr von der O. sich mal so, wie er sich GEGEN einen Funkmast ausspricht, FÜR den Ausbau der Stettiner Eisenbahnlinie einsetzen würde.
Ist er doch leidenschaftlicher Bahnreisender und kennt auch noch die Zeit als der “Notbus” des Nachtens über die Dörfer gurkte und extra für Herrn “Fürsten” vor dessen Residenz einen Not- ääaahh Sonderhalt einlegte.
Also @ Herr von der O. – bitte UMS WESENTLICHE kümmern – anstatt die Gemeinde ins FUNKLOCH zu stürzen.
VIELEN DANK!